Amerimna

Was bedeutet dieser fremdartig klingende Begriff?

Angeregt durch meine Verbindung mit Griechenland und dem Griechischen nahm ich dieses griechische Wort, das sich aus: Merimna = Sorge und A = ohne, frei von – zusammensetzt.

Also: frei von Sorge.

Wie kam ich dazu diesen Namen für die von mir angebotene Entspannungsform zu wählen.

Ganz einfach: Ich schlug die Bibel auf und fand folgenden Abschnitt:

 

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe.

Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Phil., 4; 4-7).

 

Und an anderer Stelle:

„…25. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen oder zu trinken habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? ...27. Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? …31. Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? 32…Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht... 34. Sorgt euch also nicht um morgen, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.“ (Matth., 6; 25,34). (Hervorhebungen in Fettschrift durch mich).

 

Diese Gedanken waren wohl schon vor 2000 Jahren recht ungewöhnlich. Sie  werden sich fragen:  Wie soll das angehen: sich nicht sorgen? Im Grunde ist doch die Sorge unser ganzer Lebensinhalt geworden. Wir sorgen uns um unsere Eltern, unsere Kinder, unsere Partner, unsere Freunde, unseren Arbeitsplatz. Nicht nur sorgen wir uns, dass wir genug zu essen und trinken haben, sondern auch, wie wir unsere Freizeit gestalten und genug Abwechslung haben können. Und wenn wir dann trotzdem (oder gerade deswegen) krank werden, raten uns Ärzte, Therapeuten und andere, dass wir uns mehr um uns selbst sorgen müssten: dass wir abnehmen, Sport treiben, gesund essen sollen, und so weiter und so fort.  – Wir kommen aus dem „Sorgen-Teufelskreis“ nicht heraus.

 

Umso mehr wir bemüht sind, das „Richtige“ zu tun, geraten wir außer Atem. Was denn noch? Was kann ich tun? Was soll ich denn noch alles tun?

 

Die Lebensfreude bleibt dabei auf der Strecke. Aber setzt nicht Sorglosigkeit Freude voraus? Und umgekehrt. Wie kann ich mich freuen, wenn ich mich ständig um etwas sorge? Ich kann mich freuen, wenn ich, wie im Apostelbrief beschrieben, die Gewissheit habe, dass unser „himmlischer Vater weiß, dass (wir) das alles“ brauchen. (Math. 6,32). Dann müssen wir uns nicht um das Gestern und Morgen sorgen. Hier kann uns die Unbekümmertheit von Kindern, die noch ganz im Heute leben, ein Vorbild sein.

 

Mit der Amerimna möchte ich Ihnen den Weg ebnen, Abstand zu gewinnen von den kleinen und großen Sorgen des Alltags. Die circa einstündige Entspannung gibt Ihnen Zeit und Raum Ihren Körper, Ihre Gedanken und sich besser wahrzunehmen.

 

Durch sanfte Berührungsreize von mir, welche die Atmung und Durchblutung anregen, wird die Körperwahrnehmung gefördert. Insgesamt lenkt die Entspannung aber Ihre Aufmerksamkeit auf die von innen kommenden Reize, die im Alltag bewusst oder unbewusst verdrängt werden. Sowohl seelischer wie auch körperlicher Schmerz, den wir in uns tragen, kann z.B. in Form von Kribbeln, Unruhe, Anspannung, Zuckungen, Tränen, Schwitzen, Kälte usw. spürbarer werden.

 

Die Amerimna wird von einer ruhigen Musik begleitet, welche dazu dient, dass Sie sich leichter entspannen können. Das muss nicht gleich auf Anhieb funktionieren. Entspannung passiert nicht „auf Knopfdruck“. Es kann und darf ein wenig Unruhe aufkommen. Wie ein ungebetener Gast lässt diese sich nicht sogleich abwimmeln. Sie will erst wahrgenommen werden, bevor sie sich entfernen kann.

 

Nach der Stunde fühlen Sie sich vielleicht ein wenig erschöpft oder müde. Seien Sie unbesorgt! Das ist eine natürliche Reaktion. Jetzt kann das Herz Freude empfinden, so wie sie im Brief an die Philipper gepriesen wird.

 

Wenn es durch die Amerimna gelingt einen Grundstein zu legen und Sie anzuregen in Ihrem Alltag öfters in eine solche „reizarme Zone“ einzutauchen, freue ich mich mit Ihnen!